Zwischen mediterraner Leichtigkeit und asiatischer Präzision
Mit dem MIZU Restaurant bekommt der Süden Mallorcas einen neuen kulinarischen Treffpunkt – und setzt damit einen frischen Akzent für die Gastronomie der Region.
Bei der Eröffnung Ende März konnte ich, Alexandra Bergerhausen, mir selbst ein Bild machen. Und schon nach den ersten Minuten wurde klar: Hier geht es nicht nur ums Essen.
Ein Ort zum Ankommen
„Ein Ort zum Ankommen. Ein Geschmack, der bleibt.“ – so beschreibt sich das MIZU selbst.
Ein Satz, der an diesem Abend tatsächlich spürbar wurde.
Zwischen warmem Holz, weichem Licht und dem leisen Stimmengewirr der Gäste entsteht eine Atmosphäre, die eher an ein urbanes Restaurant in Palma erinnert als an ein klassisches Lokal in Sa Ràpita. Gleichzeitig bleibt das Meer präsent – auch dann, wenn man drinnen sitzt.
Kein klassisches Ziel, sondern ein Ort, an dem man bleibt.
Ein Ort für lange Abende, spontane Drinks oder genau dieses eine Gespräch, das länger dauert als geplant.
Mediterran trifft Asien
Kulinarisch setzt das MIZU auf eine mediterran-asiatische Fusionküche – ein Ansatz, der auf Mallorca zwar angekommen ist, aber bisher selten so weit südlich zu finden war.
Die Karte reicht von feinem Sushi und Sashimi über kreative Vorspeisen wie Ceviche oder Wagyu Tataki bis hin zu Steaks vom heißen Stein.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Genießen:
große Sushi-Platten, intensive Aromen und Gerichte, die sich gut teilen lassen.



Feuer, Meer und klare Aromen
Ein Highlight – nicht nur optisch – sind die Steaks vom heißen Stein, die direkt am Tisch weitergaren.
Daneben stehen frische, leichte Gerichte wie Poké Bowls oder Ceviche, die den Bezug zum Meer aufnehmen.
Auch Sushi spielt eine zentrale Rolle: klassisch interpretiert, aber mit modernen Akzenten und hochwertigen Zutaten wie Wagyu.
Die Küche wirkt durchdacht, ohne überladen zu sein – klar, ästhetisch und auf Genuss ausgerichtet.
Mehr als ein Restaurant
Das MIZU versteht sich nicht nur als Restaurant, sondern auch als Bar – etwa 55 % Restaurant, 45 % Bar.
Das zeigt sich schnell: ausgewählte Weine, kreative Cocktails und eine Atmosphäre, die auch ohne komplettes Dinner funktioniert.
Man kann hier genauso gut auf ein Glas vorbeikommen wie einen ganzen Abend bleiben.
Die Eröffnung: entspannt, stilvoll, lebendig
Die Opening-Party am 27. März war genau so inszeniert, wie das Konzept es verspricht: locker, elegant und herzlich.
Vom Empfang am Nachmittag bis zum Sundowner mit Drinks und Musik entwickelte sich der Abend fließend – ohne festen Ablauf, dafür mit viel Gespür für Stimmung und Timing.
Ein gemischtes Publikum aus Locals, Inselkennern und internationalen Gästen zeigte:
Das Interesse an neuen Konzepten im Süden ist da.
Ein neuer Impuls für Sa Ràpita
Sa Ràpita ist bekannt für Ruhe, Natur und Authentizität.
Gerade deshalb fällt ein Ort wie das MIZU auf.
Während viele Restaurants hier traditionell geprägt sind, bringt das MIZU eine modernere, internationalere Perspektive – ohne den Bezug zur Umgebung zu verlieren.
Vielleicht ist es genau dieser Mix, der den Unterschied macht.
MIZU – Ein Ort, an dem man bleibt.



Bildquelle: Alexandra Bergerhausen

